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<title>Sunnygames Forum - Schmunzelecke - Der Unterschied - Messages</title>
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<pubDate>Fri, 28 Oct 2005 17:57:47 GMT</pubDate>
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<link>https://forum.sunnygames.de/topic9020-der-unterschied.aspx</link>
<title>Message from MAD GOOSE</title>
<description><![CDATA[&gt;Der Unterschied...<br/>&gt;<br/>&gt;Einem Mann namens Gerhard gefällt eine Frau namens Susanne. Er fragt<br/>&gt;sie, ob sie ins Kino gehen will, sie sagt ja, und beide verbringen<br/>einen<br/>&gt;sehr lustigen Abend.<br/>&gt;<br/>&gt;Ein paar Tage später lädt er sie zum Abendessen ein, und sie haben<br/>&gt;wieder viel Spaß. Fortan treffen Sie sich regelmäßig, und nach einiger<br/>&gt;Zeit trifft sich keiner von beiden mit irgendjemand anders mehr.<br/>&gt;<br/>&gt;Eines Abends, als sie nach Hause fahren, schießt ein Gedanke durch<br/>&gt;Susannes Kopf, und, ohne richtig drüber nachzudenken, spricht sie ihn<br/>&gt;aus:<br/>&gt;"Ist Dir klar, dass wir uns mit dem heutigen Abend seit genau 6<br/>Monaten<br/>&gt;treffen?"<br/>&gt;<br/>&gt; Stille.<br/>&gt;<br/>&gt;Susanne kommt die Stille sehr laut vor. Sie denkt: "Oje, ob es ihn<br/>&gt;nervt, dass ich das gesagt habe? Vielleicht fühlt er sich durch unsere<br/>&gt;Beziehung eingeschränkt, oder er fühlt sich von mir in eine<br/>Pflichtrolle<br/>&gt;gedrängt"<br/>&gt;<br/>&gt;Und Gerhard denkt sich "Wow, 6 Monate."<br/>&gt;<br/>&gt;Und Susanne denkt sich: "Moment, ich bin gar nicht sicher, ob ich so<br/>&gt;eine Art Beziehung will. Manchmal hätte ich lieber mehr Freiraum, ich<br/>&gt;werde Zeit brauchen, mir zu überlegen, ob ich so weiter machen will.<br/>Ich<br/>&gt;meine, wo führt uns das hin? Wird es immer so weiter gehen, oder<br/>&gt;schreiten wir auf eine Ehe zu? Vielleicht sogar auf Kinder? Darauf,<br/>&gt;unser restliches Leben miteinander zu verbringen? Bin ich bereit,<br/>diese<br/>&gt;Verpflichtung einzugehen?<br/>&gt;<br/>&gt;Kenne ich diesen Menschen überhaupt?<br/>&gt;<br/>&gt;Und Gerhard denkt sich: "Hm, das heißt, es war ... mal sehen ...<br/>&gt;Februar, als wir anfingen, uns zu treffen, das war gleich nachdem ich<br/>&gt;das Auto beim Service hatte, das heisst ... wie ist der<br/>Kilometerstand?<br/>&gt;Au Weia! Die Karre ist überfällig für einen Ölwechsel!"<br/>&gt;<br/>&gt;Und Susanne denkt sich: "Er ist besorgt. Ich sehe es in seinem<br/>Gesicht.<br/>&gt;Vielleicht war mir nicht ganz klar, wie er die Sache sieht. Vielleicht<br/>&gt;will er mehr von unserer Beziehung, mehr Intimität, eine tiefere<br/>&gt;Bindung, vielleicht hat er, sogar schon vor mir, gespürt, dass ich<br/>mich<br/>&gt;zu sehr zurückhalte. Ja, das ist es. Deswegen spricht er so selten<br/>&gt;über seine Gefühle. Er hat Angst, zurückgewiesen zu werden.".<br/>&gt;<br/>&gt;Und Gerhard denkt sich: "Die sollen sich auf jeden Fall noch einmal<br/>das<br/>&gt;Getriebe ansehen. Ist mir völlig egal, was diese Deppen sagen, die<br/>&gt;Schaltung funktioniert noch immer nicht richtig. Und diesmal können<br/>sie<br/>&gt;es auch nicht aufs kalte Wetter schieben. Wir haben 30 Grad, und das<br/>&gt;Ding hier schaltet sich wie ein Lastwagen von der Müllabfuhr. Und ich<br/>habe<br/>&gt;diesen inkompetenten Gaunern 1200 Mark bezahlt.<br/>&gt;<br/>&gt;Und Susanne denkt sich: "Er ist sauer. Ich kanns ihm nicht übel<br/>nehmen,<br/>&gt;ich wärs auch. Ich fühle mich so schuldig, ihm das anzutun, aber ich<br/>&gt;kann nichts für meine Gefühle, ich bin einfach unsicher.<br/>&gt;<br/>&gt;Und Gerhard denkt sich: "Wahrscheinlich werden sie sagen, es gibt nur<br/>90<br/>&gt;Tage Garantie, diese Säcke!"<br/>&gt;<br/>&gt;Und Susanne denkt sich: "Wahrscheinlich bin ich viel zu idealistisch,<br/>&gt;und warte auf einen Ritter auf einem weissen Pferd, während ich hier<br/>&gt;neben einem superlieben Menschen sitze, einem Menschen, mit dem ich<br/>gern<br/>&gt;zusammen bin, um den ich mich wirklich sorge und der sich wirklich um<br/>&gt;mich sorgt.<br/>&gt;Einem Menschen, der wegen meiner selbstherrlichen<br/>Schulmädchenfantasien<br/>&gt;leiden muss.<br/>&gt;<br/>&gt;Und Gerhard denkt sich: "Garantie? Die reden von Garantie? Können sie<br/>&gt;haben, ich nehme ihre Garantie und stecke sie ihnen in ..."<br/>&gt;<br/>&gt;"Gerhard", sagt Susanne laut.<br/>&gt;<br/>&gt;"Was?" sagt Gerhard erschrocken.<br/>&gt;<br/>&gt;"Bitte quäl dich nicht so", sagt sie, während sich ihre Augen mit<br/>Tränen<br/>&gt;füllen. "Vielleicht hätte ich niemals .. Oh Gott, ich fühle mich so<br/>..."<br/>&gt;(Sie verstummt, schluchzt).<br/>&gt;<br/>&gt;"Was?" sagt Gerhard.<br/>&gt;<br/>&gt;"Ich bin so dumm", schluchzt Susanne, "Ich meine, ich weiß, dass es<br/>nie<br/>&gt;einen Ritter geben wird. Es ist so dumm. Weder einen Ritter noch ein<br/>&gt;Pferd."<br/>&gt;<br/>&gt;"Es gibt kein Pferd?", fragt Gerhard.<br/>&gt;<br/>&gt;"Du denkst auch, dass ich dumm bin, oder?", sagt Susanne.<br/>&gt;<br/>&gt;"Nein!", sagt Gerhard, froh, endlich eine richtige Antwort zu haben.<br/>&gt;<br/>&gt;"Die Sache ist die ... es ist einfach so ... ich brauche ein wenig<br/>&gt;Zeit", sagt Susanne.<br/>&gt;<br/>&gt;(Es entsteht eine 15sekündige Pause, in der Gerhard versucht, so<br/>schnell<br/>&gt;er kann mit einer sicheren Antwort aufzuwarten. Endlich fällt ihm<br/>etwas<br/>&gt;ein, das funktionieren sollte.)<br/>&gt;<br/>&gt;"Ja", sagt er.<br/>&gt;<br/>&gt;(Susanne, tief bewegt, berührt seine Hand) "Oh Gerhard, denkst du<br/>&gt;wirklich so darüber?" fragt sie.<br/>&gt;<br/>&gt;"Worüber?" fragt Gerhard.<br/>&gt;<br/>&gt;"Über ein wenig mehr Zeit" sagt Susanne.<br/>&gt;<br/>&gt;"Oh", sagt Gerhard, "Ja.".<br/>&gt;<br/>&gt;(Susanne dreht sich zu ihm und sieht ihm tief in die Augen, wodurch er<br/>&gt;schrecklich nervös darüber wird, was sie als nächstes sagen wird,<br/>&gt;besonders, wenn darin ein Pferd vorkommen sollte. Endlich spricht<br/>sie.)<br/>&gt;<br/>&gt;"Danke, Gerhard", sagt sie.<br/>&gt;<br/>&gt;"Ich danke Dir:", sagt Gerhard<br/>&gt;<br/>&gt;Dann bringt er sie nach Hause, wo sie sich auf ihr Bett legt, eine von<br/>&gt;Konflikten geschüttelte, gequälte Seele, und bis in den Morgen weint.<br/>&gt;Gerhard fährt nach Hause, holt sich eine Tüte Chips, dreht den<br/>Fernseher<br/>&gt;auf, und wird schnell von der Wiederholung eines Tennismatchs zwischen<br/>&gt;zwei Neuseeländern, von denen er noch nie was gehört hat, in den Bann<br/>&gt;gezogen. Eine leise Stimme irgendwo in seinem Kopf sagt ihm, dass<br/>heute<br/>&gt;in dem Auto höchstwahrscheinlich etwas wirklich wichtiges passiert<br/>ist,<br/>&gt;aber er ist sicher, dass er niemals verstehen würde, was das war, also<br/>&gt;beschliesst er, nicht weiter darüber nachzudenken.<br/>&gt;<br/>&gt;Am nächsten Tag wird Susanne ihre beste Freundin anrufen, vielleicht<br/>&gt;sogar noch eine, und mit ihr 6 Stunden lang über die ganze Sache<br/>reden.<br/>&gt;In sorgfältiger Detailarbeit werden sie alles was sie sagte, und auch<br/>&gt;alles was er sagte, analysieren, jedes Wort, jeden Ausdruck, jede<br/>Geste,<br/>&gt;um Nuancen in der Bedeutung des gesagten zu finden, und um jede<br/>mögliche<br/>&gt;Variante durchzugehen.<br/>&gt;Das ganze wird sich wochenlang, wenn nicht monatelang hinziehen, ohne<br/>&gt;jemals in einer plausiblen Schlussfolgerung zu enden, aber auch, ohne<br/>&gt;jemals langweilig zu werden.<br/>&gt;<br/>&gt;Irgendwann während dieser Zeit wird Gerhard, während eines<br/>Squashmatches<br/>&gt;mit einem Freund, der sie beide kennt, kurz innehalten und fragen<br/>&gt;"Peter, hat Susanne mal ein Pferd gehabt?".<br/>&gt;<br/>&gt;<br/>&gt;Und das, meine Damen und Herren, ist der Unterschied zwischen Männern<br/>&gt;und Frauen.<br/>&gt;<br/><br/><br/><br/><br/><br/>Sexyboy<br/>MalGoose<br/><br/>The Best that was, the Best that is and the Best, that ever will be<br/><br/>Ich würde nie zu den Scheiß-Bayern gehen]]></description>
<pubDate>Fri, 28 Oct 2005 17:57:47 GMT</pubDate>
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